Geschichte des Moller-Hauses am Speersort (12/14):

Dieses Haus war zunächst das Wohnhaus des Doktors der Rechte und Syndikus der Stadt Vincent Moller vom Baum. Es wurde auf Befestigungen der Stadt ab 1618 errichtet. Im Vergleich mit den sonst eher schmalen Giebelhäusern in Hamburg war dieses außerordentlich breit und repräsentativ. Es bestand zudem ganz aus Stein. Später wurde der Besitz, wenn auch nicht das Eigentum an holsteinische Adlige weitergegeben. Zuerst an Kanzler Johann Adolph Kielmann von Kielmannseck und seinen Herzog Christian Albrecht von Holstein-Gottorf, dann an den gottorfischen Ratspräsidenten Magnus von Wedderkop. 1713 residierte hier Zar Peter I. während seines Hamburg-Aufenthaltes. Im 19. Jh. beherbergte es die Schokoladenfabrik Reese & Wichmann und das Café Deutsches Haus. Das inzwischen heruntergekommene und vielfach umgebaute Palais wurde 1910 im Zuge der Altstadtsanierung zur Straßenverbreiterung abgerissen.