Aussehen der Petrikirche vor und nach dem Brand

Die Petrikirche brannte 1842 wie ein Vulkan. Aus dem Turm stiegen die Flammen auf, als sei er eine riesige Fackel. So ist von den Mauern nicht mehr viel übrig geblieben. Die Kirche sah aus wie ein abrasiertes Gebäude. Zum Schluss standen nur noch die nördliche Außenmauer, die Nebenapsis bis etwa sieben Meter Höhe und die beiden unteren Turmgeschosse.
Dennoch ist etwas erhalten geblieben. Die meisten Kunstwerke, wie zum Beispiel der Löwenkopf-Türgriff, konnten vor dem Eintreffen der Feuerwalze gerettet werden. Ebenfalls gerettet wurde das Süd-Portal. Doch dies sollte nie wieder an die Kirche gebaut werden. Die Kirche wurde wieder im selben Stil aufgebaut wie vor dem Brand, denn diese Kirche gehörte zu Hamburg - so wie sie war.
Der Neubau wurde nach der mittelalterlichen Hallenkirche entworfen, aber er beseitigte die wenig praktische Unterteilung und historische Unordnung durch eine neue Gestaltung des Innenraums.
Bei dem 133 Meter hohen Kirchturm, dessen kupfernen Turmhelm Johann Maack entworfen hat, wurde neben dem gebräuchlichen Backstein teilweise auch glasierter Binder verwendet, der im regelmäßigen Verband der großen Fläche eine besondere Wirkung verleihen sollte.